Digitale Disruption: 5 Erfolgsfaktoren für Unternehmen

Digitale Disruption

Die digitale Disruption stellt eine Herausforderung für viele Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen dar. Disruptive Innovationen im Zuge der Digitalisierung führen zu einer gravierenden Umstrukturierung und verdrängen bestehende Strukturen zunehmend. Dieser Artikel widmet sich den fünf zentralen Faktoren, mit denen Unternehmen die digitale Disruption als Chance begreifen und nicht nur überstehen, sondern für sich nutzen können.

Autor: Thomas W. Frick, 22.10.2019

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Die CD als Beispiel: Innovation vs. disruptive Innovation

Disruptive InnovationWas unterscheidet eine gewöhnliche Innovation von einer disruptiven, also zerstörerischen, Innovation? Ganz einfach: Die Innovation ist eine Weiterentwicklung bestehender Produkte und Dienstleistungen. Die Einführung der CD als Innovation hat dazu geführt, dass Hersteller von Kassettenrekordern ihren Geräten ein CD-Modul hinzugefügt und Anbieter von Tonträgern CDs in ihr Sortiment aufgenommen haben. Musik Streaming-Dienste, wie Amazon Music Unlimited oder Spotify, und digitale Musikvertriebe greifen dagegen die Basis der Branchen an. Der User benötigt dank dieser disruptiven Innovation keine Tonträger und auch keine Rekorder mehr. Stattdessen hat er ganz bequem vom Smartphone aus Zugriff auf eine riesige Songauswahl. Dieses Beispiel stellt wunderbar dar, welches Schlüsselelement dazu führt, dass sich disruptive Innovationen durchsetzen: Sie bieten klare Vorteile für den Kunden.

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#1: Digitale Disruption – Der Kunde im Zentrum

Nur wer es schafft, nahe am Kunden zu sein, zuzuhören und auf diese Weise Inspiration zu gewinnen, kann die digitale Disruption überdauern. Der Kunde steht im Zentrum und entscheidet letztendlich, welche disruptiven Innovationen sich durchsetzen – der Markt muss folgen. Eine stark kundenorientierte Produktentwicklung ist also unerlässlich. Diese beginnt mit dem genauen Zuhören. Der Kunde äußert sich heute vor allem online via Social Media. Er verteilt Likes, kommentiert, teilt und unterhält sich in den sozialen Medien nicht nur konkret über Produkte und Unternehmen, sondern auch über seine Bedürfnisse und Wünsche. Unternehmen, die Zuhören, den Kunden als Inspirationsquelle und wichtigsten Kritiker ansehen und dessen Sichtweise wirklich verstehen wollen, schaffen sich eine Grundlage, auf der sie Produkte und Dienstleistungen entwickeln und weiterentwickeln können, an denen der Kunde nicht vorbeikommt.

Übrigens: In puncto Zuhören hat sich unter anderem das sogenannte Social Listening bewährt.

#2: Flexibilität und Schnelligkeit

Digitale Disruption SchnelligkeitDie Digitalisierung zeichnet sich durch eine enorme Rasanz aus. Diese erfordert ein ständiges Beobachten und schnelles Reagieren von Unternehmen, die sich auf dem digitalen Markt behaupten wollen. Wer zu langsam ist, bleibt zurück und hat es dann umso schwerer, den Anschluss wiederzufinden. Natürlich ist es kaum möglich, jede potenziell disruptive Technologie, die sich durchsetzen könnte, frühzeitig zu erkennen und ihre Tragweite richtig einzuschätzen. Wichtige Impulse erhält ein Unternehmen diesbezüglich unter anderem von den Kunden und der Zielgruppe selbst. Ein weiterer Grund, der das Zuhören unverzichtbar macht. Digitale Produkte zeichnen sich in den meisten Fällen durch eine konstante Unfertigkeit aus. Sie sind prädestiniert dafür, sich stetig weiterzuentwickeln. In Bezug auf die Produktentwicklung und die Entwicklungszyklen bedeutet das, dass eine hohe Flexibilität gefragt ist. Wer ein digitales Produkt heute mehrere Jahre im Voraus projektiert und bei der Entwicklung sequenziell vorgeht, hat gute Chancen, am Ende ein marktreifes Produkt in den Händen zu halten, das allerdings schon wieder dabei ist, zu veralten. Die Erfolgsformel lautet: Schnelle Reaktionen + hohe Flexibilität + Fokus auf Marktreife = anpassungsfähige, erfolgreiche digitale Produkte.

#3: Digitale Disruption und Datenanalyse

Eine nahezu unüberschaubar große Bedeutung fällt der Datenanalyse zu. Hier hat sich gezeigt, dass das Vorgehen unbedingt klar und deutlich an das individuelle Unternehmen, dessen Produkte und Ziele angepasst sein muss. Die Analyse sollte auf KPIs gründen, die wirklich relevant für das Unternehmen in dessen derzeitiger Situation sind. Außerdem muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass die Datenanalyse kein isolierter Vorgang ist, sondern die Grundlage für Handlungsweisen darstellt und sich nur vollständig auszahlt, wenn eine adäquate Reaktion auf die Analyseergebnisse erfolgt. Es reicht nicht, ausführliche Reports zu sammeln – es müssen auch zeitnah Taten folgen.

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#4: Die Bedeutung der Stabilität

Digitale Disruption StabilitätUnternehmen, die live beobachten müssen, wie ihr Kerngeschäft von disruptiven Innovationen bedroht wird, denen ist im ersten Schritt zur Beibehaltung einer gewissen Stabilität zu raten. Das Kerngeschäft lässt sich nicht von heute auf morgen verändern oder gar ersetzen und sollte daher zunächst bestehen bleiben – zumindest solange es sich noch irgendwie rechnet. Parallel müssen natürlich die digitale Transformation in Angriff genommen und tragfähige Zukunftsperspektiven, zum Beispiel in Form von Eigenentwicklungen oder Zukäufen, erarbeitet werden.

#5: Digitale Disruption und Risikobereitschaft

Ein Unternehmen, das in Zeiten der digitalen Disruption überleben möchte, braucht Innovation. Und es ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden, innovative Schritte zu gehen. Der Weg zur gelungenen, überlebenssichernden Innovation verläuft in der Regel nicht gerade, sondern ist von Rückschlägen und Fehlversuchen geprägt. Es gilt also, eine Unternehmenskultur zu entwickeln, die Scheitern akzeptiert und neue, risikobehaftete Denk- und Handlungsweisen fördert. Offenheit, Risikobereitschaft und Querdenken gestalten den Nährboden, auf dem ein Unternehmen trotz und wegen der digitalen Disruption gedeiht.

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