10 Industriewerkzeuge die trotz Industrie 4.0 nicht um Ihre Existenz bangen müssen

industriewerkzeuge versus Industrie 4.0

Die Industrie 4.0 arbeitet mit modernen Technologien und Robotern. Diese machen viele Arbeitsprozesse einfacher und erledigen sie in Rekordzeit. Dennoch gibt es einige Werkzeuge, die auch in der neuen Industriewelt unverzichtbar sind. Hierzu gehören vor allem Multifunktionswerkzeuge und Winkelschleifer, aber auch Kreuzlinienlaser, Diamantschneider und viele mehr. Dieser Artikel stellt 10 Industriewerkzeuge vor, welche vor der digitalen Disruption vorerst keine Angst haben müssen.

Die Multifunktionswerkzeuge

Digitale Maschinen und Roboter in der Industrie 4.0 sind häufig stark spezialisiert. Sie eignen sich für die Erledigung konkreter Aufgaben und sind Menschen hierbei weit überlegen. Allerdings ist eine solche Spezialisierung in diversen Arbeitsbereichen oft nicht notwendig. Im Gegenteil ist es besser, mit einem Werkzeug viele unterschiedliche Tätigkeiten meistern zu können, selbst wenn sie weniger schnell und präzise als digitale Lösungen sind. In vielen, beispielsweise vorbereitenden Arbeitsschritten, ist Perfektion nicht immer notwendig, sondern sehr gute Ergebnisse reichen aus. Im Praxisalltag der Industrie werden Multifunktionswerkzeuge daher noch lange Zeit eine große Rolle spielen.

Der Winkelschleifer

Winkelschleifer sind für den Feinschliff an Werkstücken unverzichtbar. Zwar werden Schleifaufgaben heutzutage häufig durch automatisierte Prozesse erledigt, diese sind jedoch noch zu investitionsintensiv und oft nur für große Industriebetriebe rentabel. Die vielseitigen analogen Arbeitsschritte und unterschiedlichen Einsatzgebiete führten zu mehreren Herstellern von Winkelschleifer in unterschiedlichen Preissegmenten. Außerdem gibt es Werkzeuge mit Akkubetrieb, die flexibel an verschiedenen Orten eingesetzt werden können. Roboter sind immer dann ideal, wenn die Schleiftätigkeiten immer am selben Ort ausgeübt werden müssen. Für eine räumliche Unabhängigkeit und Schleifarbeiten in unterschiedlichen Abteilungen bietet es sich hingegen an, auf klassische Winkelschleifer zu setzen.

Der Kreuzlinienlaser und Entfernungsmesser

Die Digitalisierung spielt bei der Vermessung von Distanzen eine wichtige Rolle. Messdaten können leicht und zuverlässig erhoben und schnell ausgewertet werden. Das erlaubt eine Beschleunigung diverser Arbeitsprozesse. Dennoch spielen klassische Kreuzlinienlaser und Entfernungsmesser in der Industrie nach wie vor eine wichtige Rolle. Sie sind klein und kompakt und können daher an diversen Stellen eingesetzt werden. Zudem verfügen sie über eine Vielzahl von Features wie eine Verstärkung der Laserlinie. Mit diesen ist es beispielsweise möglich, selbst bei schlechten Sichtverhältnissen zu arbeiten und die Referenzpunkte genau zu bestimmen.

Der Diamantschneider

Digitale Technologien sind vor allem für die schnelle Erledigung großer Auftragsvolumen mit denselben Ausgangsbedingungen sinnvoll. Wenn hingegen Spezialanfertigungen nötig werden, sind klassische Diamantschneider immer noch häufig im Einsatz. So ist es nicht nötig, die digitalen Maschinen immer wieder neu einzustellen und Anpassungen an den Schnittgrößen vorzunehmen. Stattdessen können die Roboter die Einheitsgrößen bearbeiten und Diamantschneider für außergewöhnliche Maße und Größen verwendet werden. Die Handhabung ist denkbar leicht und bei hochwertigen Werkzeugen ist zudem eine einfache, sichere Führung möglich.

Die Bohrmaschine

Bohren mit Robotern kommt in Industriebetrieben immer häufiger zum Einsatz. Das liegt daran, dass solche Maschinen millimetergenau arbeiten und kein Problem damit haben, über Kopf tätig zu werden. Allerdings sind Roboter für viele Unternehmen noch zu wenig funktional. Es fehlt den kleinen Industriebetrieben an der nötigen Zeit und Erfahrung, um die Maschinen immer wieder neu zu programmieren. Deswegen werden traditionelle Bohrmaschinen noch lange in der Industrie und im Handwerk zu finden sein. Diese analogen Werkzeuge können leicht und individuell eingesetzt werden und sind dank eines Akkubetriebs sowie diverser Aufsätze flexibel und vielseitig.

Die Säge

Das Zurechtschneiden von Werkstücken ist eine zentrale Aufgabe von Industriebetrieben. Solange immer dieselben Maße benötigt werden, kann diese Tätigkeit getrost vollumfänglich Maschinen überlassen werden. Sobald jedoch Aufgaben von der Norm abweichen und außergewöhnliche Schnitte vorgenommen werden müssen, bieten sich klassische Sägen an. Von Metallsägen und Holzsägen über Stichsägen und Handkreissägen bis hin zu Bandsägen und Reciprosägen stehen alle erdenklichen Varianten zur Auswahl. Ein gut ausgestatteter Industriebetrieb kann somit immer auf eine hochwertige und für das jeweilige Projekt passende Säge zurückgreifen, ohne zwingend einen Roboter anschaffen zu müssen.

Das Schweißgerät

Roboter übernehmen in Industriebetrieben immer häufiger Schweißarbeiten. Sie sind äußerst effizient, erhöhen die Produktivität und sparen Materialkosten ein. Gleichzeitig erhöhen sie die Arbeitssicherheit und lassen sich ohne großen Aufwand programmieren. Viele Betriebe sind dank solcher Maschinen weniger stark vom Fachkräftemangel betroffen, als dies ohne die Industrie 4.0 der Fall wäre. Dennoch sind kompakte und leicht zu bedienende Modelle immer noch oft im Einsatz. Mit ihnen lassen sich händisch feine Schweißnähte erzeugen und exzellente Ergebnisse erzielen. Die große Bandbreite und Funktionsvielfalt solcher Geräte erreichen Roboter meist (noch) nicht.

Der Kombihammer

Hämmer sind in der industriellen Fertigung von großer Wichtigkeit. Abhängig vom Material und der zu erledigenden Aufgabe werden jeweils andere Modelle benötigt. Roboter, die verschiedene Materialien bearbeiten und diverse Hämmer imitieren können, sind bisher recht teuer in der Anschaffung. Aus diesem Grund sind Kombihämmer für viele Firmen unverzichtbar. Diese können bei unterschiedlichen Tätigkeiten eingesetzt und leicht auf unterschiedliche Materialien angepasst werden. Sie haben häufig ein geringes Eigengewicht und können leicht bewegt und in diversen Bereichen verwendet werden.

Der Bandschleifer

Vor allem für den Feinschliff kommen in Industrieunternehmen häufig Bandschleifer zum Einsatz. Das bietet den Nutzern eine größtmögliche Flexibilität und erlaubt es ihnen, das Werkzeug an ihre ganz eigenen Arbeitsbedürfnisse anzupassen. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass viele Bandschleifer so konzipiert sind, dass sie als Tischwerkzeug genutzt werden können. Gerade bei großen Projekten, bei denen es auf Effizienz und Präzision ankommt, leisten digitale Lösungen bereits exzellente Dienste. Eine Kombination beider Lösungen abhängig vom Projekt erweist sich daher oft als besonders zielführend.

Der Nagler

Mit einem hochwertigen Nagler und etwas Berufserfahrung ist es einigen Fachkräften möglich, ähnlich effizient zu arbeiten wie Roboter. Vor allem Modelle mit Gaskartusche kommen zum Einsatz, da die Nägel so besonders kraftvoll und punktgenau eingeschossen werden können. Die  akkubetriebene Modelle sind aufgrund ihrer Flexibilität beliebt, da sie ohne Kompressoren und Schläuche auskommen. Bei der Auswahl spielt eine Rolle, wie viele Schüsse mit einer Akkuladung abgegeben werden können. Gerade in Industriebetrieben, wo viel und häufig genagelt werden muss, sollte diese Zahl möglichst hoch sein.

Fazit

Die Digitalisierung hat die Industriebetriebe stark verändert. Sie profitieren von den Möglichkeiten, die ihnen Roboter und digitale Technologien bieten. Vor allem in Sachen Produktivität, Präzision und Arbeitssicherheit sind solche Maschinen den Menschen häufig weit überlegen. Dennoch werden im zahlreichen Bereichen analoge Industriewerkzeuge benötigt. Diese zeichnen sich insbesondere durch die Nutzung auf “kurzem Dienstweg” und einer große Flexibilität aus. Eine gute Balance aus modernen Lösungen und bewährten Strategien ist daher für die meisten Betriebe der Königsweg.

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